Ein vollständiger Businessplan für den Gründungszuschuss besteht aus mehreren Teilen, die aufeinander aufbauen und gemeinsam ein stimmiges, glaubwürdiges Gesamtbild ergeben müssen.
Die Beschreibung der Geschäftsidee ist der erste und grundlegendste Teil. Hier erklärst du, was du anbietest, für wen du es anbietest und warum Kunden gerade bei dir kaufen werden. Das klingt einfacher als es ist. Viele Gründerinnen und Gründer haben eine klare Vorstellung in ihrem Kopf, scheitern aber daran, diese verständlich und überzeugend auf Papier zu bringen. Die Beschreibung muss so konkret sein, dass jemand, der dein Geschäft nicht kennt, sofort versteht, worum es geht und warum es eine realistische Chance auf Erfolg hat.
Die Markt- und Wettbewerbsanalyse ist ein weiterer zentraler Bestandteil. Du musst zeigen, dass du deinen Markt kennst. Wie groß ist der Markt, in dem du tätig sein willst? Wer sind deine Mitbewerber? Was machst du besser oder anders als sie? Gerade in gesättigten Märkten ist dieser Teil besonders wichtig, weil er zeigt, ob du eine echte Chance hast, Fuß zu fassen und Kunden zu gewinnen.
Das Marketing und Vertriebskonzept erklärt, wie du deine ersten Kunden gewinnen willst. Viele Gründerinnen und Gründer unterschätzen diesen Teil erheblich. Es reicht nicht, zu sagen, dass man über Mundpropaganda oder Social Media Kunden gewinnen will. Du musst konkret erklären, welche Maßnahmen du planst, wie viel Zeit und Geld du dafür einplanst und wie viele Kunden du realistischerweise in den ersten Monaten gewinnen kannst. Die Standwortwahl kann ebenfalls ausschlaggebend für die Geschäftsidee sein. Miete zu teuer aufgrund einer 1a Lage oder schlechte Lage keine Kundschaft somit wenig Umsatz.
Die Finanzplanung ist der Teil, an dem die meisten Businesspläne scheitern. Hier geht es um eine realistische Rentabilitätsvorschau für mindestens drei Jahre, eine Liquiditätsplanung für das erste Jahr und eine genaue Aufstellung des Kapitalbedarfs. Die Zahlen müssen plausibel sein und zueinander passen. Wer zum Beispiel angibt, im ersten Monat bereits 10.000 Euro Umsatz zu erzielen, ohne erklären zu können, woher diese Kunden kommen sollen, verliert sofort die Glaubwürdigkeit der gesamten Planung.
Der persönliche Hintergrund und die Qualifikation darf im Businessplan nicht fehlen. Die Agentur für Arbeit will wissen, warum gerade du in der Lage bist, dieses Geschäft erfolgreich zu führen. Berufserfahrung, Ausbildung, Branchenkenntnisse und bereits vorhandene Kundenkontakte sind hier entscheidende Faktoren, die deine Chancen auf eine Bewilligung deutlich verbessern.